Ashtanga Yoga

Ashtanga Yoga ist ein traditionelles Hatha Yoga System welches von Shri K. Pattabhi Jois in Mysore/Südindien entwickelt wurde.

 

Heute wird es dort von seiner Tochter Saraswathi und seinem Enkel Sharath, dem Direktor des Ashtanga Yoga Research Institutes KPJAYI, gelehrt. Sharath ist Gurujis erfahrendster Schüler. Er wuchs im Hause seines Großvaters und Gurus auf und hat bis zu seinem Tode im Jahr 2009 von und mit ihm gelernt. Sharath erhält gemeinsam mit seiner Mutter Saraswati die Tradition des Vinyasa-Krama, des Schritt für Schritt Aufbaues, aufrecht.

Ashtanga Yoga ist die Praxis des „achtgliedrigen“ (ashtau = acht, anga = Glieder) Yogapfads.

Dieses ganzheitliche Übungssystem bringt nach und nach Körper, Atem und Geist ins Gleichgewicht und macht uns weniger empfindlich gegenüber Stress und anderen Störfaktoren des Alltags.

Diese  acht Glieder können wie Trittsteine gesehen werden, welche uns behutsam näher zu unserem eigentlichen Sein führen;

*   YAMA   (Die innere Einstellung zu den Menschen und allem, was uns umgibt)

*   NIYAMA   (Die Einstellung zu uns selbst)

*   ASANA   (Körperbewusstheit erlernen)

*   PRANAYAMA    (die Atmung entspannen und Atemtechniken erlernen welche uns helfen, den Geist und das Gemüt zu stabilisieren)

*   PRATYAHARA   (das Zurückziehen der Sinne, lernen sich im inneren Sein zu gründen)

*   DHARANA   (Konzentration und den Geist ausrichten)

*   DHYANA   (Meditation, offen und wach in sich ruhen)

*   SAMADHI   (ganz zu sich kommen, Hier-sein, wahrnehmen ohne zu werten)

Das 3. Glied – Asanas oder auch Körperhaltungen – sind der Einstieg in die Yoga Praxis. Da wir in einer nach außen gerichteten „körperlichen“ Welt leben ist auch der Einstieg ins Ashtanga Yoga zunächst ein körperlicher. Wenn man diese Praxis mit Regelmäßigkeit und Hingabe aufrechterhält, entwickelt sich beständig Ausgeglichenheit von Körper und Geist.

Ashtanga Yoga ist eine festgelegte und dynamische Reihenfolge von Asanas (Körperhaltungen) welche mit dem Atem synchronisiert wird. 

Die Synchronisation von Atem und Bewegung wird Vinyasa genannt.

Mit der Entwicklung der Fähigkeit, einen langen und tiefen Atem zu etablieren, und dabei die energetischen Muskelverschlüsse (Bandhas) und einen fokussierten Blick (Drishti) zu integrieren, wird der Geist ruhig und konzentriert.

Die Gedanken werden entschleunigt und jede Bewegung fließt sanft und präzise von einem Asana (Körperhaltung) zum nächsten.

Wenn Atem und Bewegung ohne Anstrengung und in Harmonie miteinander fließen,  dann transformiert die Praxis das Bewusstsein und wird zu einer Meditation in Bewegung. Auf der physischen Ebene wird der Körper durch starkes Schwitzen gereinigt und Giftstoffe werden eliminiert.

Traditionell wird Ashtanga Yoga im sogenannten Mysore-Style unterrichtet.

mehr info: http://sharathjois.com/the-practice/